Was haben die beiden Finalistinnen des 4. WTA-Rasenturniers „Mallorca Open 2019“, Belinda Bencic und Sofia Kenin, gemeinsam? Der Vater sitzt auf der Trainerbank! Väter als Trainer – eine Story mit vielen Facetten.

Einer, für den sich der Traum von der „Tochter als Tennis-Weltstar“ erfüllt hat, ist Peter Graf – der Vater der deutschen Tennis-Legende Steffi Graf, die kürzlich ihren 50. Geburtstag gefeiert hat. Offiziell war zwar Pavel Slozil als Trainer engagiert worden, aber er war wohl nur der verlängerte Arm von Vater Peter Graf.

Bei der Schweizer Tennis-Ikone Martina Hingis wiederum war die Mutter, Melanie Molitor, die Trainerin. Sie spielt auch in der Karriere der Mallorca-Open-Finalistin Belinda Bencic eine besondere Rolle. Denn Ivan Bencic, der Vater der 22-Jährigen, hatte einst seine blutjunge Tochter Belinda zum Training zu Melanie Molitor geschickt. Aktuell wird Bencic von ihrem Vater betreut.

Der ehemalige Eishockey-Profi hat in einem Interview einmal verraten,  dass er bereits vor Belindas Geburt davon geträumt habe, dass seine Tochter mal ein Tennis-Weltstar werde. Nach dem Vorbild von Martina Hingis – die heute 38-Jährige hat in ihrer Karriere fünf Grand-Slam-Turniere gewonnen und war 209 Wochen lang die Nummer eins der Welt.

Aus seinem Erfolgsrezept hat Ivan Bencic nie ein Geheimnis gemacht: „Knallharte Arbeit.“ Schon als Zweijährige hatte Belinda ihr erstes Racket in der Hand und spielte mit dem Papa „Ball über die Schnur.“ 20 Jahre später hat sie drei WTA-Turniere (2015 Eastbourne und Toronto, im Februar 2019 Dubai) und 5,2 Millionen Dollar Preisgeld gewonnen. In der aktuellen Weltrangliste liegt Bencic an 13. Stelle. Im Finale der „Mallorca Open 2019“ weiß Belinda am heutigen Sonntag um 16.30 Uhr ihren allerliebsten Daumendrücker auf der Tribüne: Ihre Mama Dana!

Während Belinda Bencic ihre Premiere beim Rasenturnier in Santa Ponsa feiert, ist ihre Finalgegnerin schon ein Stammgast bei den „Mallorca Open.“ Sofia Kenin, US-Amerikanerin mit russischen Wurzeln, hört auf das Kommando ihres Trainer-Vaters Alexander. Die 20-Jährige liegt im WTA-Ranking an 30. Stelle, hat bisher ein WTA-Turnier gewonnen (Hobart im Jänner 2019) und in ihrer Karriere 1,5 Millionen US-Dollar Preisgeld kassiert.

Turnierveranstalter Edwin Weindorfer (e/motion) und Turnierdirektor Toni Nadal haben den begeisterten Zuschauern auch beim 4. Rasenturnier „Mallorca Open“ Damentennis auf allerhöchstem Niveau geboten.